PuppenFestival: Jahresendbären im Optionslosverfahren in der Woche der Offenen Tür
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Eine Idee, die wir schon seit vielen Jahren haben, aber erst jetzt, aus Anlass des 110. Geburtstages unseres Firmengründers und meines Großvaters – im Rahmen der Woche der offenen Tür – realisieren.
Die Jahresendbären
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Was sich dahinter verbirgt, muss man erklären: Also. Zu meines Großvaters Zeiten waren die Bären Massenware, anders also heute. Die kleinste Losgröße war 100 Stück je „Posten”. Es wurde sehr viel in Heimarbeit gefertigt (siehe auch Katalog 2008, S.6). Es lag in der Natur der Sache, dass es immer irgendwelche Überhänge an Teilen gab. Sei es, dass die Zuschneiderin zuviel oder zuwenig zugeschnitten hatte, sei es, dass Teile nicht von der Heimarbeiterin zurückkamen, weil ein Körper oder Arm unter das Sofa gerutscht waren.
Ich selbst kann mich noch gut daran erinnern, wie oft wir in den 80er/90er Jahren bei unserer Heimarbeiterin und Umwenderin Frau Winkler, in ihrem häuslichen Arbeitsraum, auf Teilesuche gingen und meist auch fündig würden. Früher zu meines Großvaters Zeiten wurde da nicht viel Aufhebens um jedes Teil gemacht. Was zuviel war, kam in eine große Kiste, wo was fehlte wurde in der Kiste nach dem passenden Teil gesucht.
Nur eines stand fest, am Jahresende war die Kiste immer voll. Diese übriggebliebenen Teile kamen ins Lager (damals bei uns der Dachboden im jetzigen Bürogebäude) – und das war es dann auch. Es wurde nicht weiter darüber sinniert, ob man damit noch etwas anfangen könnte – es war einfach so.
Schon vor vielen Jahren haben wir diese alten Teile aus den frühen 50er Jahren entdeckt. Da waren gestopfte Arme, gestopfte und garnierte Köpfe, Körper in vielen verschiedenen Mohairqualitäten, Farben und Ausführungen. Teilweise waren sie fehlerhaft, hatten Löcher, oder waren falsch eingeschnitten.
Ulla wollte immer schon was damit machen. Es sollte aber für einen besonderen Anlass sein! Und würde es uns überhaupt gelingen, aus diesen einzelnen Restteilen komplette Bären zusammenzustellen? Ich ging ganz euphorisch and die Sache ran, bat unsere Stopfer alle Teile vom Dachboden zu holen und zu sichten. Ich habe sie nicht gezählt, aber es waren bestimmt mehrere hundert Einzelteile.
Daraus komplette Bären zusammenzustellen sollte ein leichtes sein, glaubte ich in meiner kindlichen Naivität. – Von wegen. Nach drei (3!) Tagen harter Arbeit von Ulla, einer Garniererin und mir, hatten wir mal gerade 23 Bären finden können, die einen echten Sinn ergeben und so gut sind, dass Sie das Teddybären-Sammler-Herz höher schlagen lassen.
Wer glaubt, in den restlichen, nicht verwendeten Teilen noch einen kompletten Bären zufinden, kann sich gerne während der Woche offenen Tür damit beschäftigen. Ich wünsche viel Spaß.
Wie kommen die Bären jetzt zum Sammler?
Wir haben auch darüber nachgedacht, wie wir diese besonderen Bären denn jetzt verkaufen sollen. Ein „wer zuerst kommt, mahlt zuerst” wollten wir bei diesen Bären bewusst nicht haben. Schließlich kommen viele Sammler erst am Donnerstag in die Region und es wäre nicht fair, diesen keine Chance auf diese einzigartigen Bären zu geben.
Also haben wir uns was anderes überlegt. Ich nenne das jetzt einfach mal „Optionslosverfahren“. Die Käufer, die einen Bären erwerben dürfen, werden am Freitag den 22. Mai beim Clubtreffen ausgelost. Damit das alles möglichst gerecht zugeht, gibt es ein – nicht ganz einfaches – Verfahren. Es hört sich ein bisschen an, wie die Zertifikatbedingungen der Banken vor der Finanzkrise, nur das unsere Idee mehr Spaß macht und sie einen echten Gegenwert bekommen. Es geht so:
- Besucher am Festival und der Woche der Offenen Tür registrieren sich für diese Bären bei uns in der Firma, wenn sie einen oder mehrere Bären aus der Jahresendserie erwerben möchten. – Sie erhalten dann von uns eine Registierungsnummer.
Sie geben in dieser Registrierung auch an, wieviele Bären Sie maximal kaufen möchten. – das ist ihr Riskoschutz – wir kommen später darauf zurück. - Für jeden Bären, an dem Sie Interesse haben und auch tatschächlich kaufen wollen, wenn Sie gezogen werden, füllen Sie einen Options-Kauf-Los-Zettel und geben diesen bei uns ab. Sie können, wenn Sie wollen für alle 23 Bären einen solchen Optionskaufzettel ausfüllen. Mit der Abgabe eines Options-Kauf-Los-Zettels geben Sie einen verbindlichen Kaufwunsch ab, für den Fall das Sie ausgelost werden.
- Am Freitag den 22.Mai 2009 – im Rahmen des Clubtreffens – losen wir für jeden einzelnen Bären, denjenigen aus, der den Bären dann gekauft hat. Ausgelost werden die Bären in der Nummernfolge, beginnend mit der Nr. 1. Jeder kann aber nur maximal so viele Bären erwerben, wie er bei seiner Registrierung als maximale Anzahl angegeben hat. Das ist Ihr Risikoschutz, dass sie am Ende nicht 10 oder mehr Bären gekauft haben und mehr Geld aufgeben haben als Sie wollten.Hat also jemand für alle 23 Bären je einen Options-Kauf-Los-Zettel ausgefüllt, will aber nur 3 Bären haben, dann verlieren alle, nach der Erfüllung des dritten gekauften Bären, verbleibenden Options-Kauf-Los-Zettel ihren Wert.
- Wenn Sie nicht persönlich bei der Auslosung anwesend sein können, ist das nicht tragisch. Sollten Sie gelost werden, erhalten Sie die Bären per DHL oder UPS zugeschickt. Im Rahmen der Registrierung geben Sie an, ob sie anwesend sind oder nicht und wohin wir die Bären schicken sollen.
Das ganze wird an einem Beispiel klar:
Beispiel:
Karl-Gustav möchte auf jeden Fall dabei sein. Er möchte aus der Serie aber nur maximal 2 Bären erwerben. Schließlich hat er im Werksverkauf noch andere Bären erworben und möchte nicht sein ganze Geld dafür ausgeben. Da er aber auf jeden Fall seine Chancen für eine dieser Bären nutzen, will füllt er für alle 23 Bären eine Options-Kauf-Los-Zettel aus und gibt sie ab. (23 Stück – für jeden Bären einen!) Das einzelne Modell ist ihm egal, er will nur dabei sein und hofft so, seine Chancen auf wenigsten 1-2 Bären zu maximieren.
Ziehung:
Am Freitag haben wir für jeden Bären eine Trommel aus der gezogen wird. Beim Bären Nummer 1 bis 8 werden andere Käufer gezogen. Jetzt kommt Bär Nr. 9 und Karl-Gustav wird gezogen. Er hat diesen Bären jetzt verbindlich erworben. Er gehört jetzt ihm. Wenn er bei keinem weiteren Bären mehr gezogen wird, hat er eben nur einen Bären erworben, obwohl er bereit gewesen wäre, 2 Bären zu kaufen. – Aber wie geht es weiter: Bär Nr 10 bis 17 ist wieder anderen Sammlern zugeteilt worden, doch beim Bär Nr 18 ist das Glück auf Karl Gustavs Seite. Der Bär mit der Nr. 18 gehört jetzt auch ihm. Er wollte maximal 2 Bären erwerben und hat diese jetzt bekommen. Alle Options-Kauf-Los-Zettel die Karl-Gustav für die verbleibenden Bären Nr. 19 bis 23 ausgefüllt hat, verlieren unmittelbar ihren Wert und sind null und nichtig.
Sicher wird es noch eine oder andere Frage von Ihrer Seite geben, die wir gerne beantworten. Wir hoffen an alles gedacht zu haben. Ob wir diese Aktion auch für „Nicht-Besucher” öffnen ist noch nicht entschieden (Stand 16. Mai 2009) Sollte auch Nicht-Besucher Options-Lose abgeben dürfen, werden wir Sie im BLOG darüber informieren.














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